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Erwerbslosigkeit: Chance oder chancenlos?


Armut in Deutschland?!

Zugegeben, so ganz danach sieht es noch nicht aus.
Noch fehlen uns die Slums am Rande der Großstädte, die Bettler in den Straßen und die bewaffneten Banden auf Raubzug.
Unsere Slums sind die unsanierten Plattenbauten im Osten der Republik, die 50iger-Jahre Sozialwohnungen mit Ofenheizung im Westen. Bettler gibt es schon, aber noch sind die meist organisiert und kommen aus Ländern im Südosten Europas.
Unsere ca. 80.000 Obdachlosen haben ja Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Den Punks auf der Frankfurter Zeil gebe ich gerne etwas ab - vor allem im Winter. Die Jugendbanden sind bis jetzt noch eine Randerscheinung.
Die kleinen Äußerlichkeiten in den Stadtrandsiedlungen wie Graffiti, verwahrloste Grünanlagen und vollständig fehlende Infrastruktur muss man ja nicht so eng sehen: Diese Bereiche werden bald von den Millionen Hartz-IV Empfängern besiedelt, weil sie woanders die Mieten nicht bezahlen können. Allerdings könnte es durchaus sein, daß der eine oder die andere zu Fuß in den nächsten Einkaufstempel geht und dort ab ca. Mitte des Monats sich das Geld (oder die Naturalien) zum Überleben zusammen betteln muss.
In diesem Klima gedeihen dann weitere Probleme: Die Jugendarbeitslosigkeit wächst, weil auch die Schulen verlottern und irgendwann erleben wir Straßenkämpfe wie im Weichbild von Paris.

Weitere Kürzungen = Politische Fehler ohne Ende

Im Eilverfahren sollen weitere Verschlechterungen des sozialen Netzes durchgepeitscht werden.
Selbstverständlich sind sich die Regierungsparteien einig: Wir kürzen dort, wo am wenigsten Widerstand zu erwarten ist. Wie immer in der BRD!

Betroffen sind zunächst die jungen Erwachsenen unter 25 Jahren, denen zugemutet wird, weiterhin bei den Eltern zu wohnen und deren Regelsatz auch noch gekürzt wird. Eine eigene Wohnung darf nur 'nach Genehmigung' bezogen werden.
Dies verstösst gegen Art. 12 des Zivilpaktes (BGBl. 1953 II 1553), gegen Art. 13 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie gegen Art. 11 GG.

Eine weitere Änderung betrifft die Unterhaltspflicht für nicht leibliche Kinder in einer Bedarfsgemeinschaft. Hier meint der Gesetzgeber diese sollten jetzt auch von dem nicht leiblichen Elternteil unterhalten werden.

Es wird also eine Unterhaltspflicht konstruiert, der kein Unterhaltsrecht gegenübersteht. Ähnlich wie in der sog. 'eheähnlichen Gemeinschaft' soll ohne zivilrechtliche Pflicht gezahlt werden, wobei - durch die fehlende Regelung im BGB - der mittellose Partner und jetzt auch noch ggf. dessen Kinder aber kein Recht auf Unterhalt haben und dieses auch im Notfall nicht einklagen können.

Über die Verfassungswidrigkeit dieser Regelung braucht nicht lange nachgedacht zu werden: Hier genügt sorgfältiges Lesen des Art. 1 GG.

ÖPNV zu € 20,-/monatlich Vor dem Hintergrund der im Regelsatz enthaltenen knapp € 20,- für Beföderungsdienstleistungen fordern wir eine Form des Sozialpasses, der nach Zahlung des obigen Betrages (ggf. Abzug von der RL) zur Beförderung im ÖPNV mindestens im Bereich der betreffenden ARGE oder Optionskommune gültig ist.
Wenn Mobilität gefordert wird, muss diese auch bezahlbar sein!
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Arbeit für alle?Es gab einmal ein Deutschland welches das Recht auf Arbeit in der Verfassung stehen hatte. Dieses Recht ist leider mit der DDR untergegangen.
Die DDR wollen wir - zumindest in der alten Form - nicht noch einmal erleben, aber das Recht auf Arbeit könnten wir doch einführen, oder?
Nur sehr wenigen Menschen ist es inzwischen klar geworden, daß einfach nicht mehr genug Arbeit für alle vorhanden ist. Das hat primär nicht mit der 'Globalisierung' zu tun oder ist ein Problem unserer Integrationspolitik. Es ist viel einfacher: Für die Herstellung der weltweit benötigten Waren werden immer weniger Menschen gebraucht.
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GrundeinkommenDie bereits einige Jahre alte Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen hat seit neuestem wieder Konjunktur. Selbst aus dem Munde höchster Würdenträger des Staates kann diese Vokabel gehört werden.
Nachdem in Zeitungsanzeigen von Götz Werner (dm-drogerie) ein Grundeinkommen von € 1.200,- für jeden gefordert wurde, haben auch die Stimmen aus der linken Ökonomie wieder Gehör.
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70 Jahre zurückDer Sozialabbau ist nicht etwa eine Erfindung der vergangenen rot-grünen Koalition oder gar von Herrn Peter Hartz - diese Methode wurde bereits im Dritten Reich angewandt.
Berichte aus dieser Zeit belegen die massiven Eingriffe in die Rechte der Menschen, Zwangsarbeit und Verweigerung von Hilfe selbst auf unterstem Niveau.
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Hartz ohne Ende?Mit klammheimlicher Freude haben wir zur Kenntnis genommen, daß die 'Gesetze zur Modernisierung des Arbeitsmarktes' vulgo Hartz I-III der größte Mist waren, den eine deutsche Regierung der Nachkriegszeit je verzapft hat.
Durch die sogenannten Personalserviceagenturen wurde die Arbeitslosigkeit verlängert und dies zum Preis von € 5.700,- je Arbeitslosen.
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Informationsfreiheit mal andersWir fordern:

Kostenfreier Zugang zum Internet für alle!

Abschaffung der GEZ, dafür pay-per-view für Unterhaltungssendungen!

So verstehen wir Informationsfreiheit!
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